Skandal Zinsbetrug? Unangenehme Fragen. Wer verbirgt hier was? Banker auf der Flucht vor Bankern.
Bankenmasche: Von der Bundesbank wird ein sogenannter Leitzins verbindlich festgelegt. Die Banken sind verpflichtet, sich an diesem Zins orientieren und ihren Dispo-Zins anpassen. Der Abstand zwischen Leitzins und Dispo-Zins bleibt also gleich und bedeutet gleichzeitig die Gewinnspanne der Banken. Wird der Dispo-Zins und die Leitzinsen nicht angeglichen, kassiert die Bank unerlaubt mehr Geld und täuscht damit seine Kunden.
Manchmal passieren Dinge, deren Ausmaß zunächst so nicht abzusehen war. Wenn es um die Bankenwelt geht, kursieren im Hintergrund schon immer diverse Gerüchte, die aber meist nur bei Spekulationen bleiben. Ein momentan aktuelle Fall jedoch wirft wirklich Fragen auf.
Wir reden hier nicht von einem Top-Banker, sondern einem ganz normalen Bankdirektor in einer mittelständischen Region. Dieser rief die ManagerSOS Detektive mitten in der Nacht zur Hilfe, weil er sich verfolgt fühlte, sein Job gekündigt hatte und unbedingt unerkannt ins Ausland wollte, um dort neu anzufangen. Der Hintergrund war bizarr.
Während seiner normalen Tätigkeit als Bankdirektor hatte der besagte Herr eine Anfrage bei der internen Revision gestellt, mit der Bitte zu überprüfen, ob die Bank im Laufe der Jahre den Leitzins immer korrekt an die Dispo-Zinsen angepasst hatte und bat um eine schriftliche Stellungnahme. Als Begründung gab er einen gelesenen Artikel zum Thema Zinsbetrug an. Statt einer Antwort folgten unangenehme anonyme Anrufe bis hin zu Bedrohungen im beruflichen und auch privaten Bereichen des Bankers , die der Bankchef zunächst nicht zuordnen konnte. Als die Drohanrufe massiver wurden und immer mehr auf Details, auf das gefertigte Revisionsschreiben, hindeuteten, wurde ihm klar, dass es etwas mit seiner Anfrage zum Thema Leitzins samt Überprüfung zu tun haben mussten.
Parallel dazu fiel ihm auf, dass er bereits seit mehreren Tagen offensichtlich durch Unbekannte privat und auch beruflich überwacht wurde. Anfrage, Bedrohung und Überwachung wurden von seiner Seite her bei einem Banker-Meeting offen angesprochen, als paranoid abgetan was und zur Folge hatte, dass die Vorgesetzten Dienststellen externe Berater einschalteten. Deren Aufgabe schien es offensichtlich zu sein, den unerwünschten Fragesteller möglichst schnell zu entsorgen. Es folgten Rufmord, haltlose Beschuldigungen und Unterstellungen, beruflich und privat, die letztlich dazu führten, dass der Bankchef das Feld mehr oder minder freiwillig, im gegenseitigen Einverständnis heraus komplimentiert wurde.
Frage: „Warum haben sie sich nicht an die Behörden gewendet?“ Antwort: „Die Stellen und Mitarbeiter der Ämter, an die ich mich hätte wenden können, waren allesamt größtenteils Kunden unserer Bank und aus Angst vor weiteren Problemen habe ich Abstand davon genommen. Diese Vorfälle waren so massiv, dass mittlerweile meine Familie, Kinder schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden, denn auch ihnen waren die Überwachungen und sonstige Angriffe nicht verborgen geblieben. Ich habe offensichtlich in ein Wespennest gestoßen, dabei wollte ich nur sicher sein, dass die Geschäfte meiner Bank von Zinsbetrug zum Nachteil der Kunden nicht betroffen sind. Die Frage zu stellen und auf seriöse Geschäftsgebaren ehrenwerter Kaufleute hinzuweisen, war ein Fehler, wie sich im Nachgang herausstellte.“
Auch nach seinem Ausscheiden kam es noch wochenlang zu diversen Vorfällen. Mithilfe eines Rechtsanwaltes wurde der Entschluss gefasst, die ManagerSOS einzuschalten, um einen Neuanfang. ohne Bedrohung und Repressalien problemlos zu gewährleisten. Die gesamte Familie hat das Land verlassen und startet jetzt ein neues Leben an einem unbekannten Ort. Nachträgliche Überprüfungen der ManagerSOS ergaben, dass sämtliche eingeleiteten Maßnahmen gegen den Bankchef nebst stattgefundener Überwachung real und von höchster Stelle her angeordnet war. Hatte der Bankchef recht? Wer verheimlicht hier was? Zumindest deutet vieles darauf hin, dass unangenehmen Fragen die Vorgesetzten des mittelständischen Bankers vermutlich in höchste Erklärungsnöte gebracht hätten. Diese unangenehmen Fragen galt es zu unterbinden und den Fragesteller kaltzustellen.


Leave A Comment