83,24 Millionen Menschen leben derzeit in Deutschland. Die Impfquote beträgt ca. 73 %, also sind ca. 22.474.800 Menschen (27 %) ungeimpft. Wie viele sich von diesen ca. 22 Millionen noch impfen lassen, ist bis dato fraglich. Ungeimpfte sind in allen Berufsgruppen und Gesellschaftsschichten zu finden. Der erste Schritt, die einrichtungsbezogene Impfpflicht für das Gesundheitswesen, ist beschlossene Sache und tritt im März in Kraft. Beschäftigte beispielsweise von Kliniken, Pflegeheimen, Arztpraxen und Rettungsdiensten müssen bis zum 15. März 2022 ihrem Arbeitgeber einen Nachweis über eine vollständige Impfung, einen Genesenennachweis, oder ein ärztliches Attest, dass sie nicht geimpft werden können, vorlegen. Arbeitgeber haben das zuständige Gesundheitsamt zu informieren, wenn die Nachweise nicht fristgerecht vorgelegt werden oder Zweifel an der Echtheit oder Richtigkeit der vorgelegten Nachweise bestehen. Das Gesundheitsamt kann die Beschäftigung in – oder den Zutritt zu – den Einrichtungen, in denen die Nachweispflicht gilt, untersagen. Ab dem 16. März 2022 ist ohne Vorlage eines entsprechenden Nachweises keine Aufnahme der Tätigkeit in den betroffenen Einrichtungen mehr möglich. Bei einer Impfpflicht für alle wird dieses Modell auf alle anderen Lebensbereiche und Berufsgruppen  übertragen. Ungeimpfte werden somit isoliert und es bleibt nur der Weg illegal den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Wie sieht es aber mit den Geimpften aus? Hat eine Impfpflicht für geboosterte Mitbürger nur Vorteile oder verbergen sich dahinter langfristige erhebliche Folgen für das gesellschaftliche Zusammensein?
Zu vermuten ist, dass ein nicht unerheblicher Teil der Ungeimpften versucht, mittels gefälschten Impfbescheinigungen im Land der drohenden Impfpflicht trotz möglichen Beschäftigungsverbot zu überleben und den Lebensunterhalt zu sichern. Dieser Personenkreis wird stigmatisiert und findet sich selbst unter Bußgeldandrohung und strafrechtlicher Gesetzesänderungen im Bereich der Kriminalität wieder. Ungeimpfte Gesundheitsmitarbeiter, Behördenmitarbeiter, Politiker, Arbeiter in der Wirtschaft, Manager, Führungskräfte, vom Handwerker bis zum Geringverdienern, alle machen sich strafbar und müssen Strafverfolgung, Zwangsmaßnahmen und Berufsverbote mit einkalkulieren.
Die Geimpften fühlen sich auf der sicheren Seite, aber ist das wirklich so? Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass Geimpfte, genauso wie Ungeimpfte in kriminelles Fahrwasser und massive Gewissenskonflikte geraten können, was ein gesellschaftliches Zusammenleben nahezu unmöglich machen kann. Hier kurz angerissene Beispiele verdeutlichen das Problem.

1. Beamte oder Mitarbeiter öffentlicher Institutionen. Bei Kenntnis einer Straftat sind sie verpflichtet, diese zu melden oder anzuzeigen. (Familienangehörige mit einbezogen) Man stelle sich beispielsweise eine behördliche Einrichtungen vor, bei denen sich die Kollegen gegenseitig anschwärzen oder anzeigen. Unterlässt ein geimpfter Beamter diese Anzeigepflicht, macht er sich gegebenenfalls ebenso strafbar.

2. Wir haben Fachkräftemangel. In vielen Bereichen von Wirtschaft, Handel, Industrie, Dienstleistungen fehlen jetzt schon tausende von Arbeitskräften. Droht Ungeimpften ein Beschäftigungsverbot, müssen geimpfte Chefs, um den Betriebsablauf zu gewährleisten und keine Verluste einzufahren, in der Not auch auf Ungeimpfte zurückgreifen. Tun sie dieses, machen sie sich strafbar wegen illegaler Beschäftigung. Also geimpft und trotzdem kriminell.

3. Sind nicht genügend Geimpfte in Wirtschaft, Handel, Industrie, Handwerk vorhanden, drohen Lieferausfälle und Lieferengpässe. Betroffen davon sind alle.

4. Freunde, Familie, Angehörige. Geimpft oder ungeimpft führt jetzt schon zu erheblichen Verwerfungen in täglichen Miteinander. Kommt die Impfpflicht, bewegen wir uns in einem strafrechtlichen Bereich, der jederzeit als Waffe gegen den anderen verwendet werden kann. Beispielsweise zerbrechen Familien, verloren haben dabei beide Seiten.

5. Denunzianten, Feinde und auch Kriminelle benötigen nur einen Ungeimpften, um das gesamte Umfeld zu erpressen und in Schwierigkeiten zu bringen. Dabei spielt es keine Rolle, ob alle anderen geimpft sind. Demontage von Familien, Freundeskreisen, Kollegenkreise, Angehörigen kreise, Karrieren zum Zwecke der Wichtigtuerei oder der kriminellen Bereicherung liegen geradezu auf dem Silbertablett bereit. Verloren haben alle, zumal kaum einer sein eigenes Umfeld anzeigen würde? Oder vielleicht doch?

6. Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Kollegen, Wirtschaftskriminalität, Skandale, Affäre, Betrug, Erpressung, Bedrohung, Sabotage, Spionage, Korruption, Bestechung, Untreue, Gewaltdelikte, Familienstreitigkeiten, Erbstreitigkeiten, es gibt kaum einen Bereich, der nicht dazu geeignet ist, die Impfpflicht als Waffe einzusetzen. Alles, was man benötigt, ist ein Ungeimpfter im Umfeld.

7. Es wird ein Schwarzmarkt für ungeimpfte Arbeitskräfte entstehen. Stellt ein Geimpfter einen Ungeimpften ein macht er sich strafbar.

Fazit: Trotz Impfpflicht wird es immer Geimpfte und Ungeimpfte geben. Ungeimpfte wollen am Leben teilhaben und müssen ihren Lebensunterhalt bestreiten, dürfen es aber nicht, weil sie ungeimpft sind und somit eine Straftat begehen würden. Bleibt nur der Weg in die Illegalität. Geimpfte sind notwendigerweise langfristig sowohl beruflich als auch privat auf Ungeimpfte angewiesen. Decken Geimpfte Ungeimpfte, womöglich noch mit falschen Papieren, beruflich oder privat, verdecken sie nach staatlichen Gesetzen eine Straftat und werden somit ebenfalls kriminell. Eine Sackgasse, denn nicht jeder zeigt jeden automatisch an, schon gar nicht, wenn es um die eigene Familie, Angehörige, Freundes- oder Kollegenkreis geht.

Es geht nicht darum, die Impfnotwendigkeit zu verteufeln, vielmehr aufzuzeigen, dass eine mögliche Impfpflicht zu erheblichen sozialen und gesellschaftlichen Verwerfungen führen kann und vermutlich auch wird.  Wie so ein langfristiges Zusammenleben gewährleistet werden soll, darf zurecht infrage gestellt werden. Verlieren werden beide Seiten, sowohl der Ungeimpfte als auch der Geimpfte.