Wir werden nach Süddeutschland an eine See in Bayern gerufen. Vor uns ein 34-jähriger Manager, der uns zu einem vertraulichen Gespräch gebeten hat. „Meine Eltern sind im Urlaub und ich vertrete die Geschäftsleitung im eigenen Unternehmen, wir können also offen reden.“ so die Führungskraft und bot uns einen Kaffee an.
Der junge Mann gab an, wohlbehütete als Einzelkind im Kreis seiner Familie aufgewachsen zu sein. Er hat das Gymnasium besucht, BWL studiert und ist nach dem Studium in den elterlichen Betrieb eingetreten. Während der Abwesenheit seiner Eltern hat der leidenschaftliche Golfspieler eine Begegnung auf dem Golfplatz mit einer jungen Frau, die behauptete, dass er Geschwister habe. Diese Nachricht habe ihn geschockt, er möchte aber Klarheit haben, bevor er die Eltern über diesen Vorfall informiert. Wer die junge Dame war, etwas jünger als er, wisse er nicht. Sie sprach bayerisch-österreichischen Dialekt, hatte ein auffälliges Tattoo am Unterarm in der Form einen gefallenen Engel hinter einer Kirche. Auftrag war es also, die Dame mit dem Tattoo zu finden, den Hintergrund der Kontaktaufnahme zu ermitteln und die Ungewissheit des jungen Mannes der Wahrheit ein Stück näherzubringen. Beschreibung der Frau vorhanden, Skizze vom Tattoo, Örtlichkeit der Begegnung mehr nicht.
Ermittler der ManagerSOS telefonierten Tattoo Studios in Bayern ab, ohne Erfolg, niemand kannte das besagte Tattoo. Internetrecherchen und Beschreibung des Tattoos, auch das negativ, es gab zwar Hinweise zu der Kirche, aber das waren nur vage Vermutungen. Die Ermittler wollten schon fast aufgeben, als sie auf eine Kioskbesitzerin nach des Wohnortes des Mandanten stießen, die sich an eine junge Frau erinnern konnte. Laut ihrer Beschreibung war am Zeitungsstand eine Kundin, die genau so ein Tattoo hatte und österreichischen Dialekt gesprochen habe. Dabei konnte sie sich auch erinnern, dass die junge Frau im Zuge eines Gespräches den Namen eines Ortes in Österreich nannte. Da der Hinweis sich so glaubwürdig anhörte, machten sich die Ermittler zu dem besagten nach Österreich auf und stellten Nachforschungen innerhalb der Gemeinde an, die letztlich auf eine Personenidentifikation hinauslief. Die Dame würde mit der Mutter zusammen etwas außerhalb der kleinen Gemeinde wohnen.
Dort angekommen stand uns eine junge Frau, gegenüber, die wenig überrascht war uns zu sehen. „Ich habe gewusst, dass er jemand schicken würde“ so ihre Anmerkung. Ok? Woher kannte sie ihn? „Er ist mein Halbbruder und Geschwister fühlen so etwas“ so die junge Frau. Danach offenbarte sie das gesamte Geheimnis. Der Vater hatte mit der Mutter der jungen Frau ein Verhältnis, die Tochter wurde geboren und beide in Österreich zurückgelassen. Sie selber habe erst vor wenigen Wochen davon erfahren, weil die Mutter der jungen Frau dieses Geheimnis jahrelang für sich behalten hat. Der Vater indes kehrte aus Österreich zu seiner Frau und Sohn zurück und lebte, ohne dass die Familie von der Affäre erfuhr, weiter als sei nichts gewesen. Der Kontakt zur Tochter und deren Mutter war seitdem abgebrochen.
Der Vater wurde nach seinem Urlaub mit den Fakten konfrontiert und gestand der Familie letztlich das Geheimnis. Sein Sohn ist mit seiner neuen Schwester regelmäßig in Kontakt.
Wenn auch Sie ein heimliches Kind haben und das schlechte Gewissen nagt, bringen Sie es in Ordnung. Diskrete Hilfe … www.detektiv-international.de


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