Hypersexualität und Nymphomanie sind Krankheitsbilder, die allgemein aus Sexsucht bekannt sind und dringend einer langfristigen psychologischen Behandlung bedürfen. Betroffene führen dabei oft ein jahrelanges Doppelleben, ohne, dass der Suchtfaktor vom Partner erkannt wird. Diese Erfahrung musste ein frisch verheirateter Unternehmer machen, dessen Ehe fast mit einem Suizid der Ehefrau endete. Die ebenfalls erfolgreiche Maklerin verbarg ein dunkles Geheimnis, dessen Ausmaß erst im Zuge der Ermittlungen bekannt wurde.
Der Börsianer und die Immobilienmaklerin heiraten im November 2018, nach dem sie sich sieben Monate vorher in Monaco kennengelernt hatten. Der Ehemann, beruflich viel unterwegs, pendelte zwischen Wohnort, diversen Finanzmetropolen, um seine Tätigkeit auszuüben, während die Ehefrau ihren Geschäften als Vermittlerin nachging. Ehe, Liebe und auch das Sexualleben der Jetsetter alles war im grünen Bereich bis zu einem Moment, an dem der heimkehrende Finanzmakler eine Liste diverser Männer bei der Ehefrau fand. Das Fundstück wurde von der Frau als Mandantenliste erklärt und wiederum gingen einige Monate ins Land, ohne dass sich weitere Vorfälle ereigneten. Misstrauen verflogen, Liebe macht bekanntlich blind.
Ein Zufall bei einem gemeinsamen Abendessen in einem High-Claas Restaurant weckte jedoch die Zweifel des Ehemannes, zumal die gutaussehende Ehefrau im Lokal von mehreren Männern mit anzüglichen Bemerkungen angesprochen wurde. Auch hier wurde die Erklärung als ganz normaler Businesstalk mit teils herben Sprüchen im Kollegenkreis vonseiten der Ehefrau erklärt und abgehakt. Angefixt vom zunehmenden Misstrauen kamen durch einen Anruf, mit der Bitte um Aufklärung, die Detektive der Managersos ins Spiel, welche bereits am nächsten Tag die Nachforschungen begannen. Der Ehemann, wiedermal auf Geschäftsreise, ahnt nicht im entferntesten Sinne welche Abgründe sich in naher Zukunft hinsichtlich seiner Ehefrau und seinem Leben eröffnen würden.
Elitäre Kreise sind sehr schweigsam, wenn es um kleine Geheimnisse ihrer Kreise geht, dementsprechend sensible, unter Benutzung einer falschen Identität, recherchierten die Ermittler im Umfeld der Maklerin und stießen dabei auf zahlreiche Hausbesichtigungen, die unter merkwürdigen Voraussetzungen stattgefunden haben sollen. Übernachtungen, mehrtägige Partys mit reichlich Drogen und Alkoholkonsum und jeder Menge sexueller Aktivitäten auch vonseiten der Maklerin, mit Kunden, die letztendlich im Bett der Kaufobjekte endeten. In einem Fall stellte sich heraus, dass die Immobilien Maklerin sowohl mit einem Kunden, als auch dessen Söhne während einer Hausbesichtigung ausführlichen Sex hatte. Die Aktivitäten wurden von der Dame heimlich gefilmt und zur Erpressung benutzt.
Um die Beweiskette abzurunden, wurde seitens der ManagerSOS ein potenzieller Käufer eingeschleust, der nicht schlecht staunte, als die Maklerin während des Verkaufsgespräches plötzlich auf der Toilette verschwand und in Reizwäsche samt Strapsen wieder zum Vorschein kam und den Ermittler aufforderte in das Schlafzimmer des Verkaufsobjektes zu folgen.
Enttarnt durch die Videoüberwachung und Audiomitschnitte, offenbarte die Société-Frau ihr Geheimnis. Kunden wurden zum Sex genötigt, immer wieder erpresst, mal um Geld oder Sex und die Ermittler der ManagerSOS konnten über 212 Sex-Kontakte in 1,5 Jahren transparent machen. Die Erpressten haben gezahlt oder sich dem sexuellen Verlangen der Maklerin hingegeben. Im gleichen Atemzug stellte sich heraus, dass die hübsche Frau schon vor der Ehe einen einjährigen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik vollzogen hatte, die Therapie aber abgebrochen wurde. Der Ehemann reichte die Scheidung ein, die Frau wurde erneut in die Psychiatrie eingewiesen und erwartet jetzt möglicherweise ein Strafverfahren wegen 43 nachgewiesener Erpressungen. Ob die Opfer die Erpressungen wirklich zur Anzeige bringen, bleibt fraglich, zumal alle erheblich mitgewirkt und auch viel zu verlieren haben. Skandale in besserer Gesellschaft werden in der Regel eher vermieden. Die vorher gefundene Namensliste waren keine Kunden, sondern Erpressungsopfer der High Claas Gesellschaft. Die Eingewiesene versuchte sich während ihres Zwangsaufenthaltes das Leben zu nehmen, was aber verhindert werden konnte.


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