Das Foto und der Chatauftritt ist vielversprechend. Mandelaugen und der jugendlich schöne Körper sind verlockende Argumente. Welcher Mann träumt nicht von einer Zukunft an der Seite einer schönen Asiatin? Auf den ersten Blick ein echtes Traumduo und die Versprechen lassen so manchen rationalen Gedanken der Partnersuchenden komplett im Nirwana verschwinden. Umso härter ist der Aufprall, wenn die Angebetete den Geldbeutel erleichtert und die Gefühlswelt komplett in Asche gelegt hat.
In Zeiten der Coronakrise träumen immer mehr Geschäftsleute und Unternehmer den Lebensabend an der Seite einer schönen Frau zu verbringen. Die Angebotspalette heiratswilliger asiatischer Frauen wird im Internet zahlreich über diverse Foren und Chatplattformen entsprechend farbenfroh angeboten. Figur, Alter, soziale Strukturen und vor allem sexuelle Sehnsüchte werden dem Partnersuchenden passgenau und formgerecht angeboten. Was als Zufallsfund gewertet wird, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als ein gut funktionierendes System dem Partnersuchenden systematisch das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Sogenannte Asiaforen bieten angeblich heiratswillige Damen via Internet an. Was mit einem ersten Chatgespräch anfängt, endet oft in Zahlungsforderungen, ohne dass die Suchenden nachvollziehen können, wer sich hinter der Person versteckt, wo Gelder, die für angebliche Besorgungen der Heiratsunterlagen tatsächlich landen. Geldforderungen für angebliche Visa, Krankenhausaufenthalte etc. gehen per Western Union in Millionen über den Tisch.
Nicht immer, aber oft stecken gut organisierte Agenturen dahinter, die lediglich das Ziel verfolgen, den Suchenden systematisch das Geld aus der Tasche zuziehen. Nicht selten werden dabei Summen zwischen 5000 und 20000 tausend Euro bezahlt, ohne dass eine tatsächliche Heirat mit der gewünschten Dame erfolgt. Im Rahmen von zahlreichen Vorortsrecherchen der ManagerSOS in den Philippinen und Thailand haben sich dabei zwei charakteristische Muster und viele Tricks herausgestellt.
Agentur bzw. Internetagentur. Die Damen erhalten für ihren Auftritt im Internet eine meist sehr kleine Summe, um damit die Familie zu ernähren. Sollten Gelder oder Sachwerte fließen, müssen diese an die Agentur abgeführt werden. (Täter und oder vielleicht auch mehr Opfer ist eine moralische Bewertung), die einen betrügen, um den dringend benötigten Lebensunterhalt zu verdienen und die Agenturen, um sich systematisch zu bereichern. Teilweise bedienen sich Familien auch selber dieser Machart, sobald genügend Geld für einen Internetanschluss vorhanden ist.
Selbstverständlich gibt es neben leider sehr vielen schwarzen Schafen auch ehrliche Heiratsangebote. Jedem Suchenden ist daher zu empfehlen, die tatsächlichen Lebensumstände Vorort überprüfen zulassen, noch bevor Gelder gezahlt werden. Der jüngste Fall der ManagerSOS deckte einen Betrug auf, der einen Unternehmer mehr als 300000.- Euro kostete. Verglichen zu den Überprüfungen wäre eine Vorortsrecherche bedeutend billiger geworden.

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